Kopfkino




Kennst du das? In deinem Kopf spielen sich tausende Dinge ab. Szenarien, die vielleicht gar nicht der Realität entsprechen bzw. die eventuell gar nicht eintreffen? Das ist Kopfkino.

Deine eigenen Sorgen und Gedanken können dir manchmal einen echten Streich spielen. Du bist unsicher aufgrund deiner Ängste, die vielleicht nicht immer begründet sind. Du hast Bauchweh, weil du Panik hast vor etwas, dass eventuell (!) passieren könnte. Meistens tritt deine schlimmste Befürchtung aber gar nicht ein, oder?

Das Tückische am Kopfkino: Du kannst es schlecht beeinflussen. Die Gedanken sind einfach da und verfolgen dich meist den ganzen Tag über. Indirekt und unbewusst machst du dich so selbst fertig. Stundenlang.

Für deine Gefühle und Ängste kannst du nichts, das ist ganz klar. Aber du kannst lernen, anders mit ihnen umzugehen. Ein Kopfkino ist ein gefundenes Fressen für deine Kopfkrawalle und perfekt dafür, um sie voranzutreiben. Versuch dich nicht zu sehr dort rein zu steigern. Oft ist das gar nicht so einfach, da sind wir uns sicher alle einig.

Wenn du aber schon weißt, dass du vielleicht ,,anfällig“ für Kopfkino bist, dann such nach einer alternativen Denkweise. Wie das aussehen kann? Ein kleines Beispiel: Du bist auf dem Weg zu einem wichtigen Termin und fährst mit dem Auto eine Landstraße entlang. Du siehst auf einem Feld ein paar Rehe stehen und sofort denkst du: ,,OH NEIN! Vielleicht rennen sie mir gleich vor’s Auto! Dann werde ich einen Unfall bauen und vielleicht sterbe ich dann und mein Auto ist kaputt!“ Natürlich könnte das passieren. Es KÖNNTE sein. Bevor du jetzt aber anfängst, dich verrückt zu machen, das ganze Szenario im Kopf durchzuspielen, gegebenenfalls noch unsicherer wirst und dich nicht mehr richtig konzentrieren kannst, denk doch folgendes: ,,Ich sehe die Rehe. Ich weiß, dass sie plötzlich losrennen könnten – also passe ich mein Fahrverhalten an und gehe etwas vom Gas. Wenn ich langsamer an ihnen vorbeifahre, kann ich auch schneller reagieren – FALLS sie wirklich auf die Straße rennen. Ich habe dann genug Zeit, um noch weiter zu bremsen und es wird nichts passieren. Ich kann beeinflussen, ob es zu einem Unfall kommt oder nicht. Das ist mir bewusst. Es wird alles gutgehen.“

Das bedeutet nicht, dass du dir die Dinge schönreden oder verharmlosen sollst – das wäre der falsche Weg. Du kannst aber selbst bestimmen, inwiefern dich deine Gedanken einnehmen und ob du deinem Kopfkino eine Chance gibst oder es direkt im Keim erstickst. Du schaffst das!





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Eine Antwort zu „Kopfkino”.

  1. […] doch mal so: Wenn du zum Beispiel Situation X jetzt zum 463. Mal im Kopf durchgespielt hast (Thema Kopfkino), denk dir: ,,Meine Güte, dein Kopfkino ist weltklasse! Du solltest ein Drehbuch schreiben.“ […]

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