… Die Sucht nach Sicherheit. Das Futter für deine Zwänge. Genau das beschreibt es am allerbesten.
Auch ich kenne das. Leider. Vor kurzem habe ich einen Satz gelesen, der mich zum Nachdenken gebracht hat: ,,Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser.“ Derzeit befinde ich mich in einer Phase, in der ich versuchen muss es genau so zu sehen. Natürlich ist das konträr zum eigentlichen Spruch ,,Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ — hieran habe ich mich bisher immer orientiert. Bisher fand ich das auch total gut und richtig so, denn sicher ist schließlich sicher.
Heute weiß ich, dass das nicht immer gilt. Dass ich das nicht auf jede Situation anwenden kann und sollte. Und vor allem weiß ich, dass diese Einstellung mich selbst sehr einschränkt. Richtig bewusst ist mir das geworden, als mir klar wurde, dass ich eine Zwangsstörung habe.
Weißt du, wie anstrengend das ist? Wie viel Zeit es dich kostet? Und Nerven? Und Tränen? Vor allem Tränen.
Eine Zwangsstörung ist das erste, das ich heute mit dem Wort Kontrolle in Verbindung bringe. Denn genau das ist es: Du kontrollierst Dinge, bis sie dich kontrollieren. Klingt hart? Genau so ist es aber.
Hinzu kommen die Kopfkrawalle. Oder besser gesagt: Die Kontrolle ist ein wesentlicher Teil von ihnen. Alles bedingt sich gegenseitig — der perfekte Teufelskreis. Es ist schwer dort auszubrechen und es ist jeden Tag harte Arbeit.
Es ist schwer, Dinge nicht zu kontrollieren. Noch schwerer ist es aber, sich klar zu machen, dass man nicht alles kontrollieren KANN. Wir haben nicht die Macht über alles, was passiert. Und das ist auch gut so! Das ist richtig. Und wichtig!
Wie sind deine Erfahrungen mit Kontrollen? Hast du vielleicht selbst auch eine Zwangsstörung? Egal wie du diese Fragen beantwortest, denk daran: ,,Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser.“
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