SEHNSUCHT

Wir alle haben Sehnsüchte. Du auch? Wonach sehnst du dich?

In meinem Fall ist es ganz einfach. Oder? Ich sehne mich nach Leichtigkeit. Nach einem unbeschwerten Leben. Ich sehne mich danach, mich nicht mehr um alles sorgen zu müssen. Nach einem normalen Leben. Ist das ,,einfach“? Leider nicht.

Ich sehne mich nach innerem Frieden und nach Nächten, in denen ich gut schlafe.
Ich sehne mich nach einem erholsamen Schlaf ohne die ständigen Albträume.
Ich sehne mich danach, ohne Probleme raus gehen zu können. Unter Menschen, in die Stadt.
Ich sehne mich nach Energie, nach Kraft und nach mehr Power.
Ich sehne mich danach, wieder richtig fühlen zu können. Freude zu empfinden.

Klingt alles sehr viel verlangt, wenn ich meine derzeitige Situation betrachte. All das habe ich nicht. Aber nach all dem sehne ich mich. Schon viel zu lange …

Du denkst jetzt ,,Dann tu doch auch was dafür“? Das verstehe ich. Leider ist das aber nicht so einfach. Meine Krankheiten rauben mir den letzten Nerv und jegliche Kraft. Vielleicht kannst du das nachvollziehen, wenn du Kopfkrawalle kennst.

Wonach ich mich aber auch vor allem sehne ist AKZEPTANZ. OFFENHEIT. TOLERANZ. RESPEKT.
Eine psychische Erkrankung sollte kein Tabu sein. Schluss damit!

Ich wünsche mir – für mich und andere Betroffene – dass wir uns nicht mehr schämen müssen. Dass wir offener mit unseren Erkrankungen umgehen können. Dass wir nicht abgestempelt werden. Dass man uns nicht meidet. Oder mit anderen Augen sieht.

Ich wünsche mir einen Wandel in unserer Gesellschaft. Ich sehne mich nach einem Miteinander. Tust du das nicht auch?







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