Ein großes Thema für mich. Zu groß. Ich habe viele Ängste. Ob sie begründet oder unbegründet sind sei mal dahingestellt. Fakt ist: Sie sind da. Und ich werde sie nicht los.
Hast du auch Angst vor etwas? Und wie kannst du dich ihr stellen?
Ich habe Angst etwas falsch zu machen. Davor, dass ich an etwas schuld sein könnte. An etwas Schlimmem.
Ich habe Angst, dass meinen Lieben etwas zustößt.
Angst davor, allein zu sein.
Meine innere Leere macht mit Angst.
Es macht mir Angst, dass ich mich so verändert habe. Dass meine Erkrankungen das hier aus mir machen.
Manchmal habe ich Angst davor einzuschlafen, weil ich dann verpassen könnte, wenn etwas Schlimmes passiert und ich nicht da sein kann.
Ich habe Angst, einen Fehler zu begehen.
Angst vor Ungewissheit.
Angst davor, zu versagen.
Ich habe Angst davor, ein schlechter Mensch zu sein. Oder meine Familie zu enttäuschen.
Ich habe Angst vor Bakterien. Viren. Großen Menschenmengen. Vor dem weiten Meer.
Ich habe oft Angst, weil ich nicht alles kontrollieren kann.
Angst vor Verlusten. Das am allermeisten.
Es ist doch ähnlich wie mit Herausforderungen: Eigentlich sollte man sich seinen Ängsten stellen und sie bekämpfen. So oft schon habe ich das versucht. Sehr oft. Wirklich.
Irgendwann ist aber die Kraft aufgebraucht … Die Anstrengung ist zu groß, es raubt mir alle Kräfte.
Ich lebe jeden Tag in Angst — manchmal mehr und manchmal weniger. Diese Tage versuche ich dann besonders zu genießen. Ich sage bewusst: Ich versuche es. Denn leicht ist das nicht. Ganz im Gegenteil.
Seit ein paar Monaten ist es nun amtlich, wie man so schön sagt. Ich habe eine generalisierte Angststörung. Außerdem, so sagt mein Therapeut, ist auffällig, dass ich in vielen Bereichen ,,eine gewisse Grundangst“ verspüre. Woran das liegt? Ich weiß es nicht. Ich wüsste es gerne.
Gerade bin ich an einem Punkt, an dem mir alle Kräfte versagen. Zum Glück habe ich aber eine Menge Gründe um wieder aufzustehen: Meinen Mann, unsere Hunde, meine Familie. Ich möchte stark sein für sie. Oder zumindest wieder auf die Beine kommen. Das wäre doch ein Anfang. Für den Anfang würde das reichen …
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