… ist kein Zeichen von Schwäche und nichts, wofür du dich schämen musst. Im Gegenteil: Sie zeigt, wie stark du bist.
Du darfst Hilfe annehmen. Du darfst um Rat bitten. Du musst nicht alleine bleiben mit deinen Sorgen und Gedanken.
Kopfkrawalle verlassen dich (meistens) nicht von alleine. Du musst lernen, sie loslassen zu können.
Du musst anfangen, sie zu bekämpfen.
Der erste Schritt ist meist sehr schwer. Man möchte sich vielleicht nicht eingestehen, dass man es alleine nicht schafft. Dass man nicht weiter weiß und professionelle Hilfe benötigt, weil die eigene Kraft nicht mehr ausreicht.
Wenn du an diesem Punkt bist, dann hast du schon viel gewonnen. Denn wenn du beginnst deine Kopfkrawalle zu akzeptieren und einsiehst, dass du an ihnen arbeiten kannst, dann ist das schon sehr viel wert.
Der nächste Schritt ist dann die aktive Handlung. Du musst deine Scham überwinden und dir Hilfe suchen. Das ist völlig ok! Viel mehr noch – es ist ein wichtiger Meilenstein für den Prozess deiner Heilung.
Wenn du einen für dich passenden Therapeuten gefunden hast, hast du den nächsten Step gemeistert. Es ist unumgänglich, dass du gut mit deinem Ansprechpartner zurecht kommst, dass ihr auf einer Wellenlänge seid und vor allem: dass du dich wohl fühlst! Damit deine Therapie erfolgreich sein kann ist es unbedingt notwendig, dass du dich völlig fallenlassen und entspannen kannst – schließlich geht es hier um DICH. DU bist der Mittelpunkt eines jeden Gesprächs. DU bist derjenige, der jetzt am Wichtigsten ist.
Eine Therapie bedeutet nicht, dass du für immer daran festhängst. Du musst nicht auf ewig diese Hilfe in Anspruch nehmen – es sei denn du möchtest es. Und auch das ist nichts Verwerfliches. Dein Leben ist ein langer Weg, der ständig geprägt wird von neuen Ereignissen; von Leuten, die in dein Leben treten; von neuen Jobs; neuen Aufgaben; neuen Zielen und Herausforderungen. Wenn du denkst, dass es dir guttut, dabei stetig Hilfe anzunehmen – SO WHAT?! Dann tu es!
Es kann aber natürlich auch völlig anders verlaufen: Die Therapie schlägt an, du bekommst neue Denkanstöße, du beginnst mit deinen Kopfkrawallen anders umzugehen und lernst, sie Schritt für Schritt zu bekämpfen. Das würde ich dir von Herzen wünschen!
Bedenke aber auch, dass Kopfkrawalle immer wieder kommen können. Vielleicht nicht in der bekannten Form, sondern anders. Das ist möglich. Das ist das Leben. Wir können es nicht beeinflussen. Wir können aber lernen, mit ihnen umzugehen und aktiv gegen sie anzugehen.
Also: Sag‘ deinen Krawallen im Kopf den Kampf an! Vor allem: Sag es laut!
Danke, dass du bis hier hin gelesen hast! Teile uns und anderen gerne deine Meinung dazu mit und verfasse einen Kommentar.

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